So optimieren Sie Ihren Außenbereich

Je länger Außenflächen in diesem Herbst und Winter bewirtet werden können, desto besser stehen die Überlebenschancen der Gastronomie. Wir zeigen Ihnen, mit welcher Ausstattung Sie die Outdoor-Saison gewinnbringend verlängern können und sicher durch den Corona-Winter kommen.

 

Heizpilze sind ökologisch umstritten, bieten Gastronomen aber die Möglichkeit, in der kalten Jahreszeit ihre Gäste im (beheizten) Außenbereich bewirten zu können.

In Anbetracht der existenzbedrohenden Lage, in der sich die Gastronomie derzeit befindet, fordert der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) für diesen Herbst und Winter eine vorübergehende Aussetzung des Heizpilz-Verbots – mit Unterstützung der Politik.

Eine umweltfreundlichere Alternative bieten mit Biogas betriebene Öko-Heizstrahler, die den CO2-Ausstoß um 50 bis 80 Prozent verringern könnten. Elektrische Heizpilze geben zielgerichteter Wärme ab als Gasheizstrahler. Mit Solarstrom betrieben, könnten sie eine sinnvolle Alternative sein.

Grundsätzlich gilt aber: Sowohl elektro- als auch gasbetriebene Terrassenheizungen sind aus energetischer Sicht nur dann sinnvoll, wenn der Außenbereich eine Überdachung und mindestens zwei Seitenwände hat.

Wer auf eine dauerhafte Lösung setzen will, investiert in fest installierte Pergolen oder Terrassenüberdachungen: frei stehende Terrassen(falt)dächer, fest installierte Pergolen oder elegante Aluminium-Lamellendächer. Wer eine Überdachung plant, sollte im Vorfeld aber unbedingt im zuständigen Bauamt anfragen, ob eine Genehmigung notwendig ist. Das hängt neben den individuellen Regeln von Bundesland und Kommune auch vom Baugebiet und von der benötigten Größe ab. So ist in Rheinland-Pfalz beispielsweise eine Terrassenüberdachung bis 50 m³ genehmigungsfrei, in Hamburg und Bayern bis zu einer Fläche von 30 m² und einer Tiefe von maximal 3 m.

In der Kombination mit Faltwänden, Seitenmarkisen oder Glasschiebesystemen ermöglichen Überdachungen dafür eine nahezu ganzjährige Planungssicherheit für den Außenbereich.

Der Klassiker besteht aus einem Aluminium-Sichtschutz im unteren Teil mit Verglasung im oberen Teil. Daneben gibt es aber auch Windschutzwände, die komplett aus Glas bestehen, sowie modulare Windschutzelemente mit Zweifachfunktion, beispielsweise durch eine integrierte Sitzfläche oder mit Pflanzkästen. Windschutzsysteme lassen sich fest installieren, auf Rollen flexibel positionieren und eignen sich bestens zur Abtrennung einzelner Bereiche in Corona-Zeiten.

Tipp: Besser keinen Windschutz mit Acrylglas wählen, sondern in solides, gut zu reinigendes Sicherheitsglas investieren. Kleines Extra: Liegt Ihr Außenbereich nahe einer viel befahrenen Straße, dient der Windschutz zugleich als Lärmschutzwand.

Professionelle Faltpavillons und Pagodenzelte sind wasserdicht, windfest und können Kälte wie auch Wärme isolieren. Die Grundversion der Zelte ist ein klassischer Gartenpavillon, wie ihn viele privat nutzen. Die einzelnen Stangen, die das Grundgerüst bilden, werden über Steckstücke miteinander verbunden, die Pavillonplane wird darübergelegt. Ein Faltpavillon unterscheidet sich vom Klassiker durch die Grundform des Untergerüsts, das nicht aus zusammengesteckten Einzelteilen besteht, sondern über Quer- und Seitenstreben miteinander verbunden ist. Das gesamte Gestell lässt sich nun „falten“. Ein Pagodenzelt wiederum hat ein Stecksystem wie der klassische Gartenpavillon, unterscheidet sich aber in der Dachform, die in der Mitte spitz nach oben verläuft. Beide Zeltarten bieten Schutz vor Wind, Regen und Schnee, sind in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich und schnell auf- und wieder abgebaut.

Wichtig: Auf qualitativ hochwertige wasserdichte Wand- und Seitenplanen, ein solides Grundgerüst und eine wertige Optik achten. Zum „Kennenlernen“ können Gastronomen auch erst mal ein Zelt mieten. Manche Anbieter gewähren besondere Konditionen für eine ganze Saison.

Kreativer Tipp: Trocken und warm mit Aussicht: Garten-Igloos sind eine praktische und hübsche Möglichkeit, Ihren Gästen auf unüberdachten Außenflächen zusätzliche Sitzmöglichkeiten anzubieten. Wie so etwas aussehen kann, zeigen die Betreiber des Museumscafés in Regensburg.
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Auch wenn Großschirme und Markisen eigentlich Sonnenstrahlen abhalten sollen, bieten sie ebenso Schutz bei Regen.

Wichtig: Achten Sie bei Gastro-Schirmen auf eine gute Qualität. Die Schirme sollten robust und auch der Austausch von Ersatzteilen sollte gewährleistet sein. Bei Markisen gibt es sogar patentierte Regenmarkisen, die speziell für den Einsatz bei Regen und Sonne entwickelt wurden. Seiten- und Senkrechtmarkisen bieten in Kombination mit einem Terrassendach eine gut geschützte Verlängerung der Indoor-Gastro-Fläche.

Auf gastronomischen Außenflächen gehören sie Sommer wie Winter zu den begehrtesten Plätzen. Für den Einsatz in der Gastronomie gibt es besonders robuste Varianten – auf Wunsch auch in betriebseigenen Farben oder mit Werbung. Mittlerweile befindet sich der klassische Strandkorb in guter Gesellschaft von Sitzlauben und Gartenlaubebänken, allesamt sowohl in Baumarkt- als auch in Design-Ausführungen erhältlich.

Kleiner Tipp: Es gibt auch einen Gebrauchtmarkt für diese Sitzmöglichkeiten.

Klein, abwaschbar und energieeffizient – elektrische Wärmekissen machen das Sitzen im Außenbereich deutlich gemütlicher. Die Beheizung der Kissen startet automatisch beim Hinsetzen und wird mit dem Aufstehen beendet. Zwar wärmen solche Kissen nicht Füße und Essen, minimieren dafür aber den Streuverlust der Wärme – und womöglich auch die Hemmschwelle, ein weiteres Gericht oder Getränk zu bestellen. Und: Sitztextilien müssen nicht nach jedem Gebrauch gewaschen, sondern mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger gereinigt werden (Quelle: Dehoga NRW). Hightechmodelle verfügen sogar über eine Wärmezufuhrregelung per Fernsteuerung. Für eine längere Verweildauer rechnet sich möglicherweise auch die Anschaffung einer größeren Menge preisgünstiger Fleecedecken und -kissen – auch wenn sie in Corona-Zeiten nach jeder Benutzung gewaschen werden müssen oder vier Tage zwecks natürlicher Dekontamination in Quarantäne gehen. In einigen Städten (z. B. Darmstadt) gibt es auch schon die Idee einer Decke to go mit dem Ziel, dass jeder Gast seine eigene Decke in den Außenbereich eines Lokals mitbringen kann.

Tipp: Als Dank für das Mitbringen der eigenen Decke könnten Sie am Ende des Restaurantbesuchs einen Espresso, einen „Absacker“ oder für Kinder einen Luftballon (eventuell mit Werbeaufdruck) oder einen Lutscher anbieten.

Die richtige Arbeitskleidung ist wichtig! Bei einem längerem Outdoor-Aufenthalt bei kühlen Temperaturen empfiehlt sich eine wärmende Daunenjacke. Wenn die Einsatzbereiche Ihrer Mitarbeiter zwischen Innen- und Außenbereich mehrfach wechseln, wird gerne auf die Softshelljacke zurückgegriffen, den Allrounder im Bereich Outdoor-Bekleidung. Softshelljacken sind in der Regel wasser- und windabweisend sowie mit Microfleece gefüttert. Zusätzliche Cord-Locks ermöglichen ein flexibles Anpassen an die bestehenden Temperaturen. Outdoor-Jacken sollten in der Regel nicht zu eng gewählt werden, damit die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird und die Mitarbeiter zudem die Möglichkeit haben, unter der Jacke noch ein weiteres wärmendes Kleidungsstück zu tragen.

Eine Alternative zur Outdoor-Jacke stellt die Outdoor-Weste dar. Sie schränkt die Arme nicht ein und stört daher nicht beim Bedienen.

Gerne werden Softshelljacken mit Outdoor-Westen kombiniert, da man sich auf diese Weise nach dem „Zwiebelprinzip“ an die Außentemperaturen anpassen kann.

Quelle: businessinsider.de

Sitzbänke aus alten Heizungen? Geht! 

Wie ein Berliner Gastronom mit einem befreundeten Gas-Wasser-Installateur für warme Sitzmöglichkeiten im Freien sorgen...

Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.
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Quelle: instagram.com/anleger1870

Dinner im Glashaus? Heutzutage möglich.

Ein Hamburger Gastronom bewirtet seine Gäste in Gewächshäusern, inklusive 360 Grad Aussicht. 

Den ganzen Artikel finden Sie hier

Ob kleine oder große Investition – je nach Möglichkeit sollten Gastronomen eine nachhaltige Variante bevorzugen, denn die Aufrüstung der Terrasse lohnt sich auf lange Sicht immer. Spätestens im nächsten unbeständigen Sommer oder bei Hitzeperioden ist eine Überdachung, die ebenso vor Regen wie vor Sonne schützt, Gold wert.

PS: Denken Sie auch an eine stimmungsvolle Dekoration im Außenbereich: Tischtücher mit Wintermotiven, Tannenzapfen, Windlichter, Lichterketten, Laternen, eine Feuertonne (für Letztere beim zuständigen Ordnungsamt nachfragen, ob und welche Größe erlaubt ist) laden Ihre Gäste zum Verweilen ein und sorgen für eine schöne Atmosphäre.

 
Quelle: www.gastivo.de (Kirsten Schwieger), jobeline.com